Bridge gilt als das tiefste und anspruchsvollste Kartenspiel der Welt – gespielt zu viert in zwei Partnerschaften. Es besteht aus einer Reizung, in der ihr einen Kontrakt vereinbart, und dem anschließenden Spiel um Stiche. Hier bekommst du einen verständlichen Einstieg ohne Vorwissen.
Bridge Regeln: Reizung und Spiel
Jeder erhält 13 Karten. In der Reizung bieten die Paare abwechselnd und einigen sich auf einen Kontrakt – also wie viele Stiche sie mit welcher Trumpffarbe (oder ohne Trumpf) holen wollen. Wer den Zuschlag bekommt, spielt; der Partner legt sein Blatt offen als „Dummy" auf den Tisch und der Alleinspieler steuert beide Hände. In der Spielphase geht es dann darum, den angesagten Kontrakt durch Stiche zu erfüllen.
Tipps für den Einstieg
- Blattbewertung lernen
Zähle Figurenpunkte (Ass 4, König 3, Dame 2, Bube 1). Sie sind die Grundlage jeder Reizentscheidung.
- Mit dem Partner denken
Bridge ist ein Kommunikationsspiel. Jedes Gebot ist eine Information an deinen Partner – nicht nur ein Wunsch.
Magst du Stichspiele, schau dir auch Skat an; alle Spiele im Hub Kartenspiele.
Die Reizung: Stufen und Rangfolge
Beim Reizen bietet jedes Gebot eine Stufe von 1 bis 7 und eine Farbe oder Sans Atout (ohne Trumpf). Die Stufe gibt an, wie viele Stiche über sechs ihr holen wollt. Ein Gebot „4 Herz“ bedeutet also zehn Stiche mit Herz als Trumpf. Jedes neue Gebot muss höher sein als das vorige. Die Farben ordnen sich so:
| Rang | Farbe |
|---|---|
| niedrigste | Kreuz |
| Karo | |
| Herz | |
| Pik | |
| höchste | Sans Atout (ohne Trumpf) |
Figurenpunkte und typische Grenzen
Im gesamten Spiel gibt es 40 Figurenpunkte: Ass = 4, König = 3, Dame = 2, Bube = 1. Als Faustregel eröffnet man mit etwa 12 Punkten. Zusammen brauchen die Partner für ein Spiel (Teilkontrakt reicht nicht) meist die folgenden Werte:
| Kontrakt | Stiche nötig | Punkte des Paars (ungefähr) |
|---|---|---|
| 3 Sans Atout | 9 | 25 bis 26 |
| 4 Herz oder 4 Pik | 10 | 25 bis 26 |
| 5 Kreuz oder 5 Karo | 11 | 28 bis 29 |
| Kleiner Schlemm (6) | 12 | etwa 33 |
| Großer Schlemm (7) | 13 | etwa 37 |
Der Spielverlauf Schritt für Schritt
- Ausspiel
Der Spieler links vom Alleinspieler spielt die erste Karte aus. Danach legt der Partner des Alleinspielers das Blatt offen als Dummy auf den Tisch.
- Bedienen
Es gilt Farbzwang. Wer die angespielte Farbe nicht hat, darf trumpfen oder abwerfen.
- Stiche zählen
Der Alleinspieler spielt beide Hände. Wenn er die Stiche seines Kontrakts erreicht, erhält sein Paar die Punkte, sonst die Gegner.
Rubber-Bridge und Turnierbridge
Beim Rubber spielen vier Personen mit einem Kartenspiel um die Wette. Im Turnierbridge (Duplicate) spielen alle Paare dieselben Kartenverteilungen, damit Glück ausgeglichen wird und Können zählt. In Deutschland organisiert der Deutsche Bridge-Verband die Turniere. Für Einsteiger lohnt sich ein Kurs oder Bridge-Club, weil das Reizsystem Erfahrung braucht.
Stand der Angaben: Oktober 2026. Regeln, Quoten und Gesetze können sich ändern; verbindlich sind die Bedingungen des jeweiligen Anbieters und die aktuellen Gesetzestexte.
HÄUFIGE FRAGEN
Wie viele Spieler braucht man für Bridge?
Was ist der Dummy beim Bridge?
Woraus besteht eine Bridge-Partie?
Wie bewertet man sein Blatt beim Bridge?
Welche Farbe ist beim Bridge die höchste?
Wie viele Figurenpunkte hat ein Kartenspiel?
Was bedeutet ein Gebot von 3 Sans Atout?
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