Das Reizen ist die Versteigerung zu Beginn jeder Skat-Runde. Hier entscheidet sich, wer das Spiel macht – und mit welchem Wert. Wer den höchsten Reizwert geht, wird Alleinspieler und tritt gegen die beiden anderen an.
So läuft das Reizen ab
Mittelhand reizt Vorhand, danach reizt Hinterhand den Gewinner. Wer ein Spiel halten kann, sagt eine Zahl an; der Gegner antwortet mit „Ja", bis einer passt. Die genannten Zahlen sind die Reizwerte.
Reizwert berechnen
Der Reizwert ergibt sich aus dem Grundwert der Farbe mal dem Spitzenfaktor. Der Spitzenfaktor ist die Anzahl der Buben in lückenloser Reihe ab Kreuz-Bube (mit oder ohne) plus eins.
- Grundwerte
Karo 9, Herz 10, Pik 11, Kreuz 12, Grand 24.
- Spiel mit/ohne
Hast du den Kreuz-Buben, spielst du „mit"; fehlt er, „ohne". Beides wird gleich gezählt.
- Beispiel
Pik mit zwei Spitzen: (2+1) × 11 = 33.
Tipp für Einsteiger
Reize nie höher, als du sicher halten kannst. Lieber ein sicheres niedriges Spiel gewinnen als ein überreiztes verlieren. Mit etwas Übung schätzt du deinen Reizwert schon beim ersten Blick aufs Blatt ein.
Häufige Fehler beim Reizen
- Zu hoch reizen
Reize nur so weit, wie dein Blatt den Spielwert wirklich trägt – sonst hast du überreizt und verlierst automatisch.
- Zu zögerlich reizen
Ein starkes Blatt verschenkst du, wenn du zu früh aussteigst.
- Spielwert falsch schätzen
Rechne Spitzen und Spielstufe zusammen, bevor du ein Gebot abgibst.



